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Westfälische Rundschau 20.2.1980 Musik soll auch Spaß machen! „Headway" bedeutet freie Fahrt voraus Hagen. Eigentlich ist „Headway" gar nicht so neu in der Hagener Rockszene und eigentlich würde es „Headway" gar nicht geben, wenn da nicht vor einigen Jahre eine Band namens „Verborg Effector" gewesen wäre, die in Hagen Furore gemacht hat, zum Beispiel bei einer Aufführung mit dem Orchester der Stadt. Die Mitglieder von „Verborg Effector" schlugen verschiedene musikalische Wege ein. Meinolf Krüger (Keyboards) und Rolf Esser (Gitarre) blieben zusammen und singen zunächst daran, sich ein Übungs- und Aufnahmestudio aufzubauen. Ende 1978 stießen dann Detlef Potten (Baß), Ludger Schürmann (Gitarre) und Werner Weber (Drums) hinzu. Komplett wurde die Gruppe durch Peter Hörndl (Mixer), ein Freund aus guten alten Verborg-Zeiten. Inzwischen ist der Name Headway, der soviel bedeutet wie „freie Fahrt voraus", ein musikalisches Konzept geworden. Die Band ist bisher nicht öffentlich aufgetreten, sondern hat ihr Augenmerk auf die Entwicklung des eigentlichen Sounds gelegt, das heißt man hat intensive Studioarbeit betrieben. Hier soll auch weiterhin der Schwerpunkt liegen, die Arbeit soll möglicherweise in eine eigene Produktion einmünden. Geplant ist in diesem Jahr auch ein Auftritt in größerem Rahmen. Außerdem haben auch andere Gruppen Gelegenheit, im Headway-Studio Demos aufzunehmen. Die Songs, Texte und Arrangements werden weitgehend von Rolf Esser geliefert. Im Gegensatz zu früher (so gibt er selbst zu), legt er heute Wert auf klare Strukturen, eingängige Melodien und Rhythmen mit einem Schuß Kommerzialität. Die sechs Musiker stellen sich selbst den Anspruch, daß Musik Spaß machen soll. Dies zeigt sich in der Besetzung: Lehrlinge, Sozialarbeiter, Grafiker und Gesamtschullehrer. Die Altersspanne reicht von 17 bis 32. Rockmusik ist eben keine Frage der Lenze, sondern ein Lebensgefühl. Unsere Serie „Rock in Hagen" sollte demonstrieren, daß dieses Lebensgefühl gerade hier besonders stark existiert. |