1980er bis heute
1979 -
Rose Morris war in den 70er Jahren der Vertrieb von
Marshall Verstärkern. Schnell wurde klar, dass
Marshall den Job selber machen wollte, und so fing
Rose Morris an, sich nach einer anderen
Verstärkermarke für den Vertrieb umzuschauen. Rose
Morris wurde darauf hin der neue Besitzer von Vox
Sound Ltd, die man kurzerhand einfach in Vox Ltd.
umbenannte. Die erste große Errungenschaft von Rose
Morris war, die Rechte an Vox von der Thomas Organ
Company zurückzukaufen. Rose Morris hatte selbst
keine Herstellungsbetriebe, und so erwarb die Firma
die exklusiven Nutzungsrechte an den Arbiter Werken
in Shoeburyness.
1980 - Viel Arbeit war nötig, um
den Namen Vox wieder aufleben zu lassen, und Anfangs
galt es viele Produktionsprobleme zu überwinden.
Aber auf der BMF, der British Music Fair in 1980
wurden in der Tat neue Produkte wie z.B. der Vox
V125 vorgestellt. Im Prinzip war dieser Amp ein
modifizierter AC120 in Combo Format mit offener
Rückseite und 2x12'' Lautsprechern bestückt. Bald
erschienen weitere Modelle, ein V125 Bass Modell,
ein V15 Röhren Combo, Transistor Escort 50 Lead und
ein Escort 50 Bass. Darüber hinaus stellte Vox ein
modifiziertes V125 Chassis vor, das in einen Combo
namens Climax integriert wurde.
1982 - Vox startet erneut die
Produktion von Gitarren. In Asien hergestellt
bringen "Custom" und "Standard" Gitarrenlinien
einige der qualitativ besten Gitarren unter dem
Brandname Vox hervor. Später im Jahr 1985, erschien
die in Korea gebaute White Shadow Gitarre und
ersetzte die Standard und Custom Linien.
1984 - Mit Hilfe eines externen
Designers und Produktion außerhalb Englands, ging
die Vox Venue Serie an den Start. Die Venue Serie
bestand bald aus 50 und 100 Watt Combo Verstärkern
sowohl für Gitarre, Bass als auch Keyboard.
Gleichzeitig wurde das Modell GT100 mit einem
Hochfrequenzhorn für die Verstärkung von akustischen
Gitarren vorgestellt. Auch eine P.A. Linie mit zwei
Modellen, der Venue PA 120 und PA 200 wird mit ins
Programm aufgenommen. Die Venue Linie kam gut an und
wurde von vielen Bands in den 80er Jahren benutzt,
z.B. von Style Council und den Smiths.
1985 - Der AC30 wird, um
Produktionskosten zu sparen,neu designed. Die
Schaltung hat ein einziges PCB Board und generell
wird ein reduziertes Gain Design verwendet, um
Probleme wegen mangelnder Röhrenqualität und
Nebengeräusche im Zusammenhang mit einem Design das
auf einem einzigen PCB basiert in den Griff zu
bekommen. Audio Factor, als Subunternehmer, die
ebenfalls die Venue Serie bauen, kümmern sich um die
Produktion.
1986 - Die Venue Linie wird durch
den Dual 100, der ein Twin Channel Switching System
integriert hat, ergänzt, um mit den zu dieser Zeit
erfolgreichen Sessionette Verstärker zu
konkurrieren. Neue Röhrenmodelle werden vorgestellt.
Der Concert 501 und das Concert 100 Topteil sowie
passende 4 x 12"er Lautsprecherboxen, die gerade im
Exportmarkt regelrechte Bestseller waren,
untermauern Vox' Ruf als kompetenter
Verstärkerhersteller.
1998 - Rose Morris beschloss, dass
der Weg nach Vorne die Errichtung einer eigenen
Produktionsstätte bedeuten würde. Man fing an, die
Blicke auf eine Firma mit dem Namen Precision
Electronics zu richten, die bald für Vox eine neue
Transistor Linie konzipierte und unter dem Namen
Q-Serie baute. Precision Electronics fertigt zu
diesem Zeitpunkt auch den AC30.
1989 - Rose Morris erwirbt eine
große Sektion des P.E. Fabrik und engagiert ein
kleines Team, um neue Vox Verstärker zu designen und
herzustellen.
1990 - Der AC30 wird abermals
modifiziert, nach Meinung vieler Gitarristen sehr zu
seinem Vorteil. Ziel ist es den Verstärker wie einen
Original AC30 aus den frühen 60er Jahren klingen zu
lassen und ein Produktionslauf beschränkt auf 1000
Stück kommt und als AC30 Limited Edition auf den
Markt. Jedes Exemplar trägt eine Messingplatte mit
der limitierten Seriennummer auf der Rückseite. Dick
Denney, der zum ersten Mal seit 23 Jahren wieder
Kontakt mit Vox hat, wird sogar prominenter Endorser
der Limited Edition.
1991 - Aufgrund des enormen Erfolgs
der AC30 Limited Edition wurde ein neues Modell des
AC30, auf der Basis des gleichen Designs aber
erweitert um Reverb und ebenfalls als AC30 Topteil
erhältlich, vorgestellt. Dieses Modell wurde als
AC30 Vintage bekannt. Sowohl die Limited Edition als
auch der Vintage AC30 waren standardmäßig mit G12M
Celestion Speakern ausgestattet. Vox produzierte
auch wieder eine Version mit Blue Speakern, die
allerdings nicht von Celestion hergestellt wurden.
Kenner bemerkten sofort die deutlichen
Klangunterschiede zu den Original Blue AlNiCo
Speakern.
1992 – Abermals gab es eine
Änderung im geschäftlichen Bereich.
Die Rezession in den späten 80ern und die langsame
wirtschaftliche Erholung in den frühen 90ern ließen
die Geschäftsführer von Rose Morris nach einem
Käufer für die Firma suchen. Der Name Rose Morris
verschwindet bald in den Geschichtsbüchern und Vox
bekommt eine neuen Führung.
1993 - Die kleine Vox
Produktionsstätte in Wellingborough wird aus
finanziellen Gründen geschossen, da es nun die
Möglichkeit gibt, die AC30 in Lizenz bei einer
ortsansässigen Firma herstellen zu lassen. Da man
begriff, dass die Gitarristen den ursprünglichen
AC30 wollten, wurde der AC30 so nahe wie möglich zum
Original produziert und wie es die
Herstellungskosten zum damaligen Zeitpunkt
erlaubten. Zwei Hauptfaktoren, mit denen man den
Sound der AC30's der 60er Jahre erreichen konnte,
wurden in das Design wieder aufgenommen. Mit der
GZ34 Röhren-Gleichrichterschaltung, die seit den
späten 60ern nicht verwendet worden war, wurde eine
primitive Komponente im Vergleich zu den heutigen
Standards wieder integriert. Allerdings spielt sie
eine bedeutende Rolle für den wirklichen AC30 Sound.
Zum Zweiten wurden die original Blue Alnico Speakern
wieder vorgestellt und exklusiv von Celestion für
Vox in einer Kleinserie gebaut. Es war nicht nur der
Sound des ursprünglichen AC30, der dabei herauskam,
sondern auch optisch sah dieser neue AC30 dem
Originalmodell wie aus dem Gesicht geschnitten aus.
Alle Attribute wie Basket Weave Vinyl, klassischer
Diamond Grill Lautsprecher Bespannstoff, rotes
Bedienpanel als auch die das sog. Gold Beading und
White Piping waren wieder vertreten. Das Ergebnis
ist der AC30, den Sie bis Ende 2003 als sog. Korg
Reissue Modell kaufen konnten. Dieser Verstärker
beweißt, dass Tom Jennings und Dick Denney schon
beim ersten Mal mit Ihrer Konzeption Recht hatten.
1993 brachte eine weitere
Wiedereinführung. Die des klassischen Vox Wah-Wah
Pedals, das nach den Original-Vorgaben in Lizenz
produziert wurde. Bald darauf folgte ein
eingeschränkter Produktionslauf von Vox Tone Bender
Germanium Transistor Fuzz Boxen.
1996 - Der neue AC15 wird lanciert.
Die neue Version des AC15 basiert auf dem original
AC15 ist aber mit praktischeren Features für den
heutigen User wie z. B. Reverb, Master Volume und
Klangregler ausgestattet. Auch die Abmessungen
unterscheiden sich deutlich vom Urahn.
1997 - Der AC1 Desktop Verstärker
mit Batterien wird gebaut. Ein 1-Watt 2 x 2"
Lautsprecher, Miniverstärker in Anlehnung an seinen
großen Bruder den AC30.
1998 - Zwei neue Pedale werden
gebaut, Valve-Tone 810 und Distortion-Booster 830
1999 – Der Vox Pathfinder 15
Übungsverstärker kommt heraus und wird auf der
Frankfurter Musikmesse staunend aufgenommen. Ende
des gleichen Jahres kommt die Vox Cambridge Serie
mit drei Modellen im Hybriddesign mit Vorstufenröhre
auf den Markt.
2000 - Der neue Vox Cambridge 30
Reverb & Cambridge 30 Reverb Twin Verstärker werden
ausgeliefert, und arbeiten mit einem Zweikanal
Röhren-Preamp. Die Frankfurter Musikmesse erlebt die
Vorstellung des neuen Vox T-25 Bassgitarren-Combos.
2001 - Auf den Musikmessen in den
USA und England im Juli werden der neue
revolutionäre Valvetronix Serie und die T60 &
Pathfinder 10 Combos vorgestellt.
2002 - Der Vox T15 Bassverstärker
und die neuen Pathfinder 15 & 15R Verstärker werden
auf der Frankfurter Musikmesse gezeigt.
2003 – Die preisgekrönte
Valvetronix Range wird um zwei Topteil Varianten und
die verbesserten Combo Versionen mit dem Kürzel VTX
erweitert. Abermals markiert die Frankfurter Messe
den Startpunkt für zwei revolutionäre Produkte. Der
just von über 50 Fachmagzinen zum besten Combo
gekührte AD120VT bekommt mit dem ToneLab sein erstes
Desktop Modeling Amp & FX System zur Seite gestellt
und benutzt, genau wie die Valvetronix Verstärker,
die patentierte ValveReactor Röhrenendstufen
Schaltung. Als Preview ist das ToneLab SE zu
bestaunen...
2004 – Das ToneLab SE wird
ausgeliefert und avanciert schnell zum neuen
Standard für Modeling Geräte im Live und
Studioeinsatz. Die neuen, preisgünstigen AD15VT,
AD30VT und AD50VT Modelle werden lanciert und sorgen
sowohl bei der Fachpresse wie auch beim Musiker für
breites Grinsen und Erstaunen was im vermeintlichen
Übungsampsegment an authentischen Röhrenamp Sounds
machbar ist.
2005 –
Die AC Custom Classic Serie wird sehr erfolgreich
eingeführt. Mit ihr sind die Vollröhren Klassiker
AC30 und AC15 in verschiedenen Varianten wieder
erhältlich. Ein passendes Boxenprogramm rundet sie
Serie ab.
2007 – 50 Jahre Vox! Das Jubiläums
Jahr. Diese Historie ist im Verstärkerbau einmalig
und wird mit der Heritage Collection, den
Tributmodellen an die Ur-AC15 Modelle gefeiert.
Zudem erscheint die AC Classic Plus Serie, die
vielseitigsten Röhrenverstärker in der langen
Tradition von Vox.
Auszüge mit freundlicher Genehmigung:
-
bis 1992 aus "The VOX Story - Dick Denney/ Dave Peterson, Copyrights Verlag The Bold Strummer Ltd., P.O. Box 2037, 20 Turkey Circle, Westport, CT 06880, USA
-
ab 1993 Copyrights VOX AMPLIFICATION LTD. - UK