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Europa – für viele von uns ein unbeschriebenes
Blatt und weit weg von unserem täglichen Leben. Zwar registrieren wir die
Berichte in den Nachrichten und Zeitungen, aber wirklich interessieren wir
uns nur für Europa, wenn wir glauben, dass wieder einmal gegen uns Bürger
entschieden wurde.
Als sich im Jahr 2011 die Eurokrise am Beispiel
des hoch verschuldeten Griechenland weiter zuspitzte, machte sich überall
auf dem Kontinent eine ausgesprochene Europamüdigkeit breit. In den
südeuropäischen Ländern, die allesamt mit ihren Schulden ringen, ist es den
Menschen nicht zu verdenken. Sie durchschauen die Maßnahmen der europäischen
Institutionen nicht mehr, sie fühlen sich über den Tisch gezogen. Wenn dann
noch die deutsche Politik den Takt vorgibt, darf man sich nicht wundern,
dass man dort auf Unverständnis und Ablehnung stößt. Das dies mitunter
bizarre Formen annimmt, ist eine andere Sache.
Tatsächlich ist aus dem ehedem überschaubaren
Kerneuropa durch die vielen Erweiterungen der letzten Jahre ein
administrativer Moloch geworden, an dem die Bürger in direkter Weise kaum
beteiligt sind, nimmt man einmal die Wahlen zum Europaparlament aus. Viele
Europa-abgeordnete haben begriffen, dass man die Menschen mitnehmen muss,
dass sie teilhaben wollen an den Entscheidungsprozessen.
Mit
Stammtischgerede über Europa, den Euro und „die da oben“ bieten wir den
jungen Menschen keine Zukunftsperspektive. Die Jugend will Europa, allein
schon wegen der damit verbundenen beispiellosen Freiheit. Wo in der Welt
kann man so ungezwungen reisen wie in der Europäischen Union? Wo in der Welt
kann man seine Meinung so frei sagen wie in der Europäischen Union? Wenn
sich junge Europäer begegnen, dann hat man kaum den Eindruck, dass sie aus
verschiedenen Ländern kommen. Ihre Gewohnheiten, ihre Wünsche, ihre
Ansichten unterscheiden sich nur wenig. In diesem Sinne ist es wichtig, das
Thema Europa verstärkt in den Unterricht einzubringen, damit die
Schülerinnen und Schüler die Grundlagen und Funktionsweisen der Union
verstehen lernen und damit eventuell eine andere Sicht der Zusammenhänge.
Nur so kann man auch für die Zukunft Begeisterung für ein gemeinsames Europa
wecken. |
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85 Seiten
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Europa -
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